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Der Dünndarm – Klarheit schaffend

Der Dünndarm ist der Partnermeridian des Herzmeridians und gehört ebenfalls zur Wandlungsphase Feuer. Der Dünndarm trennt das Reine vom Unreinen. Damit ist nicht nur die Verdauung gemeint, sondern v.a. eine geistige, spirituelle Unterscheidung: die getrübte Sichtweise und die reine Wahrnehmung, er trennt Illusion von Erkenntnis. Mit einer starken Dünndarmenergie setzen wir klare Prioritäten und schaffen Ordnung und Struktur in unserer äusseren und inneren Welt. Nicht ohne Grund wird der Dünndarm auch als Bauchhirn betitelt, was man bereits durch die optische Ähnlichkeit erahnen kann. Eine starke Dünndarmenergie hilft einen grösseren Sinn, einen Zusammenhang in allem, das Verbindende zu erkennen. Ein Mensch mit einer starken Dünndarmenergie hat oft einen starken Zugang zur Spiritualität und kann sehr sozial und nachhaltig handeln und agieren.

Eigenschaften der Dünndarm-Energie

Der Dünndarm besitzt eine messerscharfe, präzise Klarheit, die uns sagt, was gut und nicht gut für uns ist. Diese Trennung von Rein und Unrein vollzieht er auf der physischen Ebene (Verdauung) und auch der psychischen, geistigen Ebene. Daher lässt sich auch seine enge Beziehung zum Herzen gut nachvollziehen. Für den Dünndarm ist es wichtig, dass das Tun und Streben einer grösseren, spirituellen Dimension zugeordnet wird. Erst dadurch kann wirkliche Zufriedenheit entstehen.

Wenn die Dünndarm-Energie gestört ist, kann dies zu Unsicherheit (nicht wissen was man will/braucht) oder aber zu überkritischem Denken bis hin zu Besserwisserei führen. Weiter kann eine solche Störung zu Blähungen, Völlegefühl oder auch Durchfall führen, weil es eben auch hier an Struktur und Ordnung mangelt. Dies trifft auf den Darm zu, aber auch auf den Kopf – sprich es kann zu Verwirrung, Nervosität, Konzentrationsprobleme und Vergesslichkeit kommen. In der äusseren Welt kann sich dies z.B. durch Unordnung bis hin zu einem Messi-Verhalten zeigen.

Schulterblatt, Handkante

Der Dünndarm-Meridian beginnt an der Aussenseite des kleinen Fingers, verläuft über die Handkante, den Arm nach oben und schliesst das ganze Schulterblatt ein, bevor er über den Nacken zum Kiefer fliesst und vor dem Ohr endet.

Wir drücken uns sehr oft über die Arme und Hände aus. Eine bewegliche, aber doch stabile Schulter ist ein Ausdruck der Beweglichkeit des Herzens und des Geistes. Der Dünndarm entscheidet, wann man sich öffnet, die Arme weit aufreisst, um jemanden in die Arme zu nehmen oder wann man sich verschliesst und die Arme verschränkt.

Die Handkante wird z.B. in diversen Kampfkünsten als Schlagmöglichkeit benutzt. Mit der Handkante kann man etwas trennen, man kann sogar Steine halbieren. Handkantentechniken werden oft mit Schwerttechniken verglichen. Und das Schwert wiederum steht für das Trennen von Recht und Unrecht, was wiederum zur Dünndarm-Energie passt.

Was Sie für Ihre Dünndarm-Energie tun können

Bringen Sie eine Routine in Ihren Alltag und schauen Sie, dass Sie Ordnung haben. Es kann auch hilfreich sein, eine Art Tagebuch zu führen, um seine Gedanken und Gefühle, das Erlebte zu ordnen und strukturieren.

Weiter können Sie Ihre Dünndarm-Energie unterstützen, indem Sie sich mit Mitmenschen verbinden. Versuchen Sie, sich in diese Personen hineinzufühlen und erkennen Sie die Ähnlichkeiten. Es geht darum, die Verbundenheit zu erspüren und nicht die Unterschiede aufzulisten.

Auch spirituelle Rituale können für die Herz-Dünndarm-Energie sehr förderlich sein. Sie helfen uns, auf unsere Intuition, auf unser inneres Urteilsvermögen zu verlassen und stärken die Beziehung zu unserem wahren Sein. Dies wiederum hilft uns zu erkennen, was wir wirklich wollen und brauchen.

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