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Klarer Kopf trotz Sommer-Hitze

Kneipp im Schnellverfahren – das kalte Armbad mit Eiswürfel

Ideal bei innerer Unruhe, schwerem Kopf, müden Augen oder wenn der Kreislauf etwas Unterstützung braucht.

So geht’s:
Lass kaltes Wasser ins Waschbecken laufen und tauche beide Unterarme bis kurz unter den Ellenbogen ein – solange es angenehm auszuhalten ist. Anschliessend das Wasser nur abstreifen, nicht abtrocknen (die Hände dürfen abgetrocknet werden).

Noch einfacher: Mit einem Eiswürfel beide Unterarme abwechselnd von der Hand zum Ellenbogen und wieder zurück abreiben. Ein Eiswürfel genügt.

Warum das wirkt:
Der kurze Kältereiz verengt zunächst die Blutgefässe. Anschliessend reagiert der Körper mit einer verstärkten Durchblutung. Genau dieses Trainieren der körpereigenen Regulationsfähigkeit war eines der Grundprinzipien von Kneipp.

Aus naturheilkundlicher Sicht spielt ausserdem das Prinzip der Ableitung eine Rolle: Wer einen „vollen Kopf“, innere Anspannung oder geistige Überlastung verspürt, kann durch den Kältereiz an den Unterarmen den Körper dabei unterstützen, die Durchblutung und Aufmerksamkeit stärker in die Peripherie zu lenken.

Die Anwendung eignet sich besonders bei viel Bildschirmarbeit, langem Sitzen, geistiger Erschöpfung oder leichter Kreislaufträgheit und kann bei Bedarf mehrmals täglich wiederholt werden.

Wichtig: Der Kältereiz sollte immer zur eigenen Konstitution passen. Kneipp begann seine Anwendungen oft mit lauwarmem bzw. abgeschrecktem Wasser – nicht jeder muss sofort zu Eiswasser greifen. Entscheidend ist der passende Reiz, nicht möglichst viel Kälte.

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