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Sommerzeit ist Beerenzeit

Sommerzeit ist Beerenzeit

Sowohl in der freien Natur als auch in den Läden leuchten uns zurzeit die intensiven Farben von reifen Beeren entgegen. Von Juli bis September haben die kleinen Vitaminbomben Hochsaison. Seit Jahrhunderten wird ihre Heilkraft in der Naturheilkunde geschätzt und genutzt.

Beeren sind echte «Superfoods»: Sie sind kalorienarm und liefern konzentriert Vitamine (z. B. Vitamin C), Mineralstoffe und Antioxidantien (Polyphenole, Anthocyane). Diese Inhaltsstoffe stärken das Immunsystem, wirken entzündungshemmend und schützen die Zellen vor schädlichen freien Radikalen. Zudem fördern die enthaltenen Ballaststoffe (wie Pektin) eine gesunde Darmflora und unterstützen die Verdauung.

Der gesundheitliche Nutzen im Detail:

  • Herz-Kreislauf-System: Sekundäre Pflanzenstoffe (vor allem in dunklen Beeren wie Heidelbeeren oder Brombeeren) schützen die Blutgefässe, können Arteriosklerose vorbeugen und das Herzinfarktrisiko senken.
  • Darmgesundheit & Gewicht: Der hohe Ballaststoffanteil reguliert die Verdauung, sättigt gut und hilft dabei, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Das unterstützt die Gewichtskontrolle.
  • Gehirn & Nerven: Antioxidantien können neurodegenerativen Erkrankungen entgegenwirken und die kognitive Leistungsfähigkeit sowie das Gedächtnis unterstützen.
  • Zellschutz & Krebsprävention: Die Radikalfänger in den Früchten reduzieren oxidativen Stress, was das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen verringern kann.

Tipp: Am besten werden die Beeren erntefrisch, regional und unverarbeitet verzehrt, da hitzeempfindliche Vitamine beim Kochen verloren gehen können. Will man ausserhalb der Beeren-Saison auf die kleinen Früchte zurückgreifen können, sind tiefgefrorene Beeren oder Saft eine sehr gute, nährstoffreiche Alternative.

Die Wirkung von Beeren aus Sicht der TCM

In der chinesischen Medizin gehören Beeren (v.a. die roten, blauen und schwarzen Sorten) zu jenen Nahrungsmitteln, welche unter anderem Blut tonisieren. Das heisst, sie bauen Blut aus energetischer Sicht auf. Ein Blutmangel aus TCM-Sicht ist nicht immer gleichzusetzen mit jenem aus der Schulmedizin (Anämie). Es kann durchaus sein, dass der TCM-Therapeut bereits einen Blutmangel diagnostiziert, bevor bzw. ohne, dass er im Labor nachgewiesen wird. Anzeichen für einen Blutmangel können sein: Müdigkeit/Energielosigkeit, Blässe, trockene Augen, unscharfes Sehen, schlechte Schlafqualität, innere Unruhe … . In fortgeschrittenem Stadium können trockene Haut und Schleimhäute, Verstopfung, brüchige Nägel sowie Risse in den Mundwinkeln dazukommen.

Präventiv oder aber zur Unterstützung, um einen Blutmangel zu beheben, isst man täglich eine Handvoll Beeren einer dunklen Sorte oder trinkt ein Glas mit Wasser verdünnten Beerensaft. Wichtig: Nur mit Beeren essen allein, lässt sich ein Blutmangel in den seltensten Fällen beheben. Unterstützende Akupunkturbehandlungen und weitere Blut tonisierende Nahrungsmittel helfen, einen Blutmangel positiv zu beeinflussen! 

Wirkung einiger ausgewählter Beeren

  • Cranberrys oder die damit verwandte Preiselbeere (frisch, gedörrt oder als Saft): Können eine beginnende Blasenentzündung positiv beeinflussen. Gleichzeitig täglich mind. 2 – 3 Liter Tee oder Wasser trinken, damit die Keime ausgeschwemmt werden.
  • Heidelbeeren: Wirken stark Blut tonisierend und sollen bei Gedächtnis- und Lernschwierigkeiten helfen. Wirken in grossen Mengen abführend. Getrocknet jedoch bewirken sie das Gegenteil und helfen bei unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen.
  • Sanddorn: Reich an den Vitaminen C und B. Stärkt das Immunsystem und wird gern als Erkältungsprophylaxe während der Wintermonate empfohlen.
  • Himbeeren: reich an B-Vitaminen (essenziell für das Nervensystem und den Energiestoffwechsel).
  • Erdbeeren: liefern besonders viel Folsäure und Vit. C.
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